Coffee Fellows

Bei einer Tee Pause im Allee Center habe ich Coffee Fellows entdeckt. Das Konzept ist einfach und lehnt sich stark an Starbucks an. Selbstbedienung von links her, wobei fast ausserhalb ein Kühlschrank mit Flaschengetränke steht, danach folgt eine erste Vitrine wie bei Starbucks mit Fertigprodukte.

Leider wirkt die Vitrine leer, weil sie einstöckig gefüllt wurde. Also mehrstöckige Vitrine ist vielleicht besser. Dann folgt die Kasse und 12 Tee Sorten die schön unauffällig präsentiert werden. Die 5 Bagelsorten wirken wie 20 und verwirren wohl die meisten Erstbesucher. Weniger wäre mehr Verkauf. Dazu kommt die Produktion die dann an der nächsten Vitrine rechts neben der Kasse anfängt und aus wenigen Zutaten das Individuelle Bagel zusammengestellt werden kann, was dem Konzept von Subway stark folgt. Leider sollte die Produktion vor der Kasse sein nicht nach.

Wobei wie üblich werden einige klassische Bagels aufgezeigt. Schön ist, dass die Kaffee Maschine nicht als Sichtschutz eingesetzt wird, was mich bei Starbucks immer nervt, weil genau den Teil mit lass den Kaffee in die Tasse sieht man bei Starbucks nicht und ich wäre nicht verwundert, wenn es nur Aroma Sirup sind, statt Kaffee, weil was siehst bei Starbucks, dass sie mit Milchkannen und Thermostate hantieren, aber nicht wirklich mit Kaffee, der kommt meist irgendwie mit dem Becher oder Tasse zur Kaffeemaschine.

Bei den Gefährten hier, ist die Ausgabe nicht klar und wird bei der Kasse ausgegeben die Ausgabestation ist nicht ersichtlich und da könnten sie noch etwas verbessern mit strikter Einhaltung der Ausgabe. Starbucks löste dies mit dem grossen Runden Tresen.

Starbucks strauchelt öfters über das First in First out, weil sie hinter der Kaffeemaschine so viele Leute an ihren Milchkannen haben, weil sie mal kalte mal warme Kaffee und Tee zubereiten müssen und dafür aber etwas wenig Platz haben und die Bons ja je nach Art des Kaffee verteilt werden und nicht nach First in First out, damit sie parallel arbeiten können. Starbucks wählt dafür die Namen auf den Bechern, doch was passiert, wenn noch ein Kuchen dazu kommt, der hat kein Name drauf. Gut bei den Kaffee Gefährten habe ich keinen Andrang erlebt, warum ist dies so? Kleinigkeiten wie die Produktetafel hinten sind nicht in einem schrägen Winkel angebracht. Die Aufteilung ist super, aber wenn sie flach an die Wand gepappt werden, ist für den Besucher das lesen eher schwierig und man hat das Gefühl es sei unübersichtlich. Keine Produktetafeln ist auch keine Lösung und Werbung unten an den Tresen geht auch nicht, weil sie keine Beachtung erfährt in dem Moment des Kaufprozesses.

Das einschieben der frischen Bagels zwischen die Kaffee Zubereitung ist zwar eine sehr gute Idee und macht auch durchaus Sinn, weil es handfertige Happen sind, aber dann muss die Ausgabe für alles auch klarer sichtbar werden und die 5 Bagelsorten können ruhig wie bei Subway einfach dargestellt werden. Also kommt es darauf an, wo die Kasse ist. Bei Subway ist sie am Ende bei Starbucks am Anfang, nach der Zusatzverkauf Vitrine, dort sind fertige Brote und Kuchen verfügbar, alles was getan wird ist wärmen wo nötig. Bei den Gefährten folgt nach der Kasse die Bagel Produktion, dass ist nicht gut und verhindert Umsatz. Subway hat nicht umsonst die Kasse am Ende ihrer waagrechten Produktionsreihe, dadurch wird das Produkt aufgebaut und während dem Aufbau kommt man zu den Fertigprodukte die dann einfach dazu genommen werden können. Da bei Starbucks der Kaffee der Grund des Besuches ist, können Sie Fertigprodukte am Anfang in die Reihe stellen und nach der Kaffeebestellung gleich kassieren. Wenn klar ist warum der Gast kommt und die Produktion nicht beeinflussen kann, dann ist es wie bei McDonald’s und Starbucks super, wenn der Gast nach der Bestellung gleich bezahlt und dann auf die Fertigstellung wartet.

McDonald’s und Burger King verwenden ein vertikales Konzept also alles wird von hinten durch die Küche zu den Ausgabestellen geschoben. Die Front sind Kassen. Subway, Starbucks und Coffee Fellows wenden ein waagrechtes Konzept an. Subway und Starbucks bauen daher an der hinteren Wand des Lokal den Tresen für die Ausgabe auf und lassen in den meisten Fälle die Schlange von links nach rechts durch den Laden anstehen. Von der Mitte nach außen werden die Tischhöhen abnehmend, wobei links vom anstehen und rechts nach der Ausgabe können Loungeplätze angebracht werden. Bei den Gefährten ist der Tresen an der linken Wand, dies alles wirkt nicht durchdacht, chaotisch und könnte eine Antwort sein, wieso der Laden nicht sehr beliebt sein könnte. Mit Naville zusammen versuchen die Gefährten in Schweizer Banhöfe und Flughäfen Fuß zu fassen.

Jetzt ist also die richtige Reihenfolge Zwischen Fertigprodukte und Produktion spannend, weil diese zu mehr oder weniger Zusatzverkäufe verleiten kann. Je mehr Interaktion während der Produktion desto später müssten Fertigprodukte und Getränke folgen.

Es ist schön zu sehen wie einfach es die Shops den Gäste machen und je gemütlicher das Einkaufserlebnis desto positiver wird das Angebot angenommen. Bin gespannt wie sich diese Kette in der Schweiz verhalten wird.

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